Lesetipp: ACHTUNG Abwertung hat System

Marion Wisinger: Deck Mythen auf! Zur geistigen Selbstverteidigung bei „Sozialschmarotzer*innen“-Parolen und Menschen-Bashing

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Armut ist nicht nur ein Mangel an Einkommen. Armut ist auch verbunden mit einem Verlust an sozialem Status. In öffentlichen Debatten werden die jeweiligen Verlierer*innen für ihre verschlechterte ökonomische Lage oft selbst verantwortlich gemacht, beschimpft und abgewertet.
Die Beiträge dieses Buches zeigen auf, wie Armut in aktuellen sozialpolitischen Debatten verhandelt wird. Sie machen die Abwertungsspirale und Begleitfolgen wie soziale Disqualifizierung und Ohnmachtserfahrungen ebenso zum Thema wie das Ringen um Anerkennung, Wertschätzung und Würde. Die Thematik wird in theoretischen Beiträgen und sozialwissenschaftlichen Analysen behandelt. Zentral sind die unmittelbaren Realitäten von Menschen mit Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen, aber auch mögliche Handlungsstrategien werden erläutert. Hinter all dem steht eine Frage, die uns auch in Zukunft beschäftigen wird: Wie muss Anerkennung verstanden werden, um sozialen Diskriminierungen entgegenzuwirken und gleichzeitig Kämpfe für ökonomische Gleichheit zu stärken?

„Wir zeigen, wie wichtig ein soziales Netz für uns alle ist, aber auch, was es heißt, wenn es eingerissen und kaputt gemacht wird.“

Mit Beiträgen von
Brigitte Aulenbacher, Verena Fabris, Sina Farahmandnia, Nancy Fraser, Eva Grigori, Susanne Haslinger, Lisz Hirn, Axel Honneth, Elisabeth Kapferer, Lena Kauer, Alban Knecht, Norbert Krammer, Margit Kubala, Michaela Moser, Lisa Oberbichler, Ruth Patrick, Maria Pernegger, Judith Pühringer, Angelina Reif, Romy Reimer, Lukas Richter, Robert Rybaczek-Schwarz, Christine Sallinger, Margit Schaupp, Martin Schenk, Ernst Schmiederer, Martin Schürz, Stefanie Stadlober, Titus Stahl, Hoa Mai Tran, Manuela Wade, Georg Wiesinger, Marion Wisinger, Michael Wrentschur, Ilse Zapletal.

Download: Inhaltsverzeichnis

Herausgeger*innen: Die Armutskonferenz, Verena Fabris, Alban Knecht, Michaela Moser, Robert
Rybaczek-Schwarz, Christine Sallinger, Martin Schenk, Stefanie Stadlober, Manuela Wade.
ISBN-Nummer: 978-3-99046-395-6
Kosten: 19,90€ + Versandkosten
Zu bestellen unter office@armutskonferenz.at


BUCHPRÄSENTATION

Montag, 18. März 2019: 19.00h
Hauptbücherei am Gürtel: Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien

Reden wir über Europa

Der Europa-Wahlkampf ist eine besondere Herausforderung für alle, die ein geeintes, friedliches und soziales Europa wollen. Wie noch nie zuvor sammeln sich rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien um ein starkes Bündnis im Europaparlament zu bilden. Parteien, die für ein offenes und demokratisches Europa plädieren, finden in dem aggressiven Getöse vorurteilsbehafteter und allzu einfacher Argumentationen kaum Gehör. In diesem Wahlkampf werden zudem das Internet und unkontrollierbare Fake-News Stimmung machen, hier gilt es, gezielt relevante Themen und Argumente in die Debatte einzubringen.

Das Training bietet Übungsraum, dem Nationalismus, der Fremdenfeindlichkeit und der Beschädigung menschenrechtlicher Standards Parole zu bieten. Themen wie Klimawandel, wachsende Armut und Menschenrechtsverletzungen an Europas Grenzen stehen im Mittelpunkt.

Workshops 3 Stunden und halbtägig

Argumentationstraining gegen Backlash, Retro und Postfaktizismus

Kommt es Ihnen auch so vor, als würden täglich mehr Menschen einfache Lösungen für komplexe politische Fragen für richtig halten? Sind Sie durch Phrasen und Halbwahrheiten, Parolen und Hetze, Sprüche und Vorurteile emotional gefordert? Und stellen Sie zunehmend fest, dass Ihre Argumente wirkungslos sind, einfach nicht gehört werden? Wie das zusammenhängt und was Sie dagegen tun können, ist Inhalt dieses Workshops. 

Geübt wird, offensichtlich wirkungslose Verhaltensweisen in politischen Gesprächen grundlegend zu überdenken und Strategien anwenden, um Themen wie Menschenrechte, Gleichstellung und Schutz vor Diskriminierung wieder positiv in die Debatte einzubringen. So gilt es, Wege aus der Sprachlosigkeit zu finden, gelassen kontroverse Dialoge zu führen und der allgemeinen Unlust, sich mit polarisierenden Positionen auseinanderzusetzen, ein Ende zu bereiten. Es geht um wesentliche Themen wie Migration und Integration, Wirtschaft und Soziales, Gleichstellung und Feminismus, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Religionsfreiheit und Selbstbestimmung. Der Gegenwind ist stark, wachsende Ungleichheit, die Anonymität ökonomischer Kräfte durch Globalisierung, der Kontrollverlust über die eigene Biografie, aber auch starke Kontrollangebote durch den Staat, lassen Feindbilder und Schuldzuweisungen gegenüber schwächeren Akteuren und Gruppen entstehen. Dem politischen System wird nicht mehr zugetraut, Lösungen zu finden, autoritäre Ansätze werden zunehmend präferiert, Grundrechte oder das Recht auf Asyl werden als nicht mehr relevant angesehen. Das alles zeichnet sich in alltäglichen politischen Gesprächen an der Hochschule, im Freundes- oder Familienkreis und im öffentlichen Raum ab. Das Argumentationstraining vermittelt Strategien, auch scheinbar Unbelehrbare als Gesprächspartner*innen wieder zu gewinnen und verweist auf die Grundbedingung politischen Lernens, nämlich den Blick zunächst auf sich selbst zu richten.

Workshop halb- oder eintägig, max. 20 Personen

Wer kommuniziert gewinnt

Wie können gewerkschaftliche Anliegen in Betrieben besser kommuniziert werden? Welche politischen Themen sind relevant und gekonnt im Kontext aktuellen tagespolitischen Geschehens zu platzieren? Der Workshop für Betriebsrätinnen bietet praktische Tipps und Selbsterfahrung in Diskussionen und Gesprächen. In unterschiedlichen Settings wird betriebsrätliche Arbeit simuliert und besseres Argumentieren geübt.

Verband österr. gewerkschaftlicher Bildung (VÖGB)
5.-6. Oktober Windischgarsten



Veränderung möglich machen

Argumentationstraining zum „SPÖ-Parteiprogramm neu“

Das neue Parteiprogramm der SPÖ in unterschiedlichen Situationen argumentativ vertreten und kommunizieren. Das Training bietet Übungsraum, eigene Meinungen zu formulieren, sich auszutauschen, gelassen auf Widerspruch zu reagieren und letztendlich die grundlegenden Werte und Positionen der SPÖ zu kommunizieren.

Regionalakademie SPÖ Steiermark, September 2018




Train-the-Trainer-Praxis für die Schule

Der Workshop bietet Anleitungen für die Schule, wie anhand der Broschüre „Da mach` ich nicht mit …. neue Argumente für ein gutes Zusammenleben“, herausgegeben von Land der Menschen Oberösterreich“, Argumentations-Strategien geübt werden können. Die TeilnehmerInnen durchlaufen selbst ein Argumentationstraining und erlernen Methoden der politischen Bildung wie:

Aufstellungsübungen, Dilemma-Debatte, Varianten von Rollenspielen und Diskussionstechniken wie Fishbowl, Podium oder einfach „in action“. Zudem werden Grundtechniken der Moderation und Anleitung von Diskussionen vorgestellt.

Land der Menschen Oberösterreich, 20. 9. 2018

Bestellung: office@landdermenschen.at

siehe: Pädagogische Handreichung http://www.landdermenschen.at/images/taschenbuechlein/A5_quer_LDM_Handreiche_SCREEN.pdf

Vortrag: „Argumentationsrhetorik: Politische Arbeit im Kleinen. Über meine Arbeit sprechen“

RechtsberaterInnen, Coaches oder TrainerInnen im Bereich der Beratungsarbeit für MigrantInnen sind durch ihre Tätigkeit besonders gefordert, sich in Gesprächen mit unterschiedlichen Einstellungen dem Wert ihrer Arbeit gegenüber zu stellen. Vorurteile, Abwertung und Angriffe sind oft an der Tagesordnung. Sie sollen gestärkt werden, ihre Kompetenzen in Bezug auf Integration in Diskussionen zu nützen und aus der Defensive zu kommen. Erlernt werden Strategien, hörbar zu werden, um gute Argumente einzubringen und in einen sinnvollen Diskurs zu kommen.

Für MitarbeiterInnen von migrare- Zentrum für MigrantInnen anlässlich der bundesweiten Tagung, 19. September 2018, Kolpinghaus Linz

Workshop für LehrerInnen: Argumentieren gegen extremistische Parolen

Kompetenzorientierter Unterricht begnügt sich nicht mit Reproduktions- und Transferaufgaben, sondern fordert auch das eigenständige kritische und begründete Urteil in komplexen Zusammenhängen. Argumentieren stellt damit eine Grundkompetenz dar.

Anhand des Themas „Politische Bildung“ bietet die Tagung  „Argumentieren: Schlüsselkompetenzen für Demokraten“ Lehrkräften aller Fächer einen Einblick in die argumentativen Schreib- und Übungsformen.

Akademie für politische Bildung, Tutzing, 26. Juni 2018

Programm Akademie

 

 

Symposium: Nachhaltige UN-Entwicklungsziele für die Zivilgesellschaft

 

Was bedeutet die nachhaltige Entwicklung (SDGs – Sustainable Development Goals) für die Zivilgesellschaft, Migration und die Änderung unseres Lebensstils?

Arbeitskreis: Die besten Argumente werden nicht gehört – oder doch? Ein Speed-Argumentationstraining für Engagierte und unbeirrte OptimistInnen.

Friedensburg Schlaining,  22.-23. Juni 2018

Programm

http://www.nachhaltig.at/symposium/

Verleihung der IRIS 2018

“ …Da mach ich nicht mit! …. in diesem Fall bedeutet die Verweigerung nicht mitzumachen, ein Bekenntnis zu demokratischem Engagement durch interaktive Methoden“ , so lautet die Begründung der Jury für die Verleihung des Preises an Land der Menschen und die Autorin Marion Wisinger.

Der Verein IRIS zeichnet Unternehmen und Organisationen sowie öffentliche Verwaltungen für ihre gelebte Konfliktkultur und partizipative Dialogkultur aus. So werden Initiativen mit Vorbildwirkung im Bereich Konflikt- und Gesprächskultur bekannt gemacht und gewürdigt.

IRIS Jubiläumsgala    18. Juni 2018
Laudatio 1
Laudatio 2

Broschüre und Materialien Download

Vortrag: „Brave Kinder – schlimme Kinder“

Der Umgang mit Kindern beschreibt eine Gesellschaft in ihren privaten und politischen Ambitionen. Der sozialgeschichtliche Blick auf Pädagogik, Sozialpolitik und Wissenschaft verdeutlicht den enormen historischen Fortschritt durch die Formulierung der Kinderrechte. Doch was ist für eine glückliche Kindheit wichtig und was gilt es für künftige Kindergenerationen zu bewahren?

Kulturbrücke Fratres, 16. Juni 2018

Programm Kulturbrücke Fratres 2018

Workshop Argumentationstraining gegen Diskriminierung und Rassismus

Together in Essen – Workshop für eine Verbesserung der Argumentationskompetenzen bei Diskriminierungen im Alltag für interessierte afrikanische und nichtafrikanische Essener*innen.

Am Beispiel der politischen Verhältnisse in Österreich werden Positionen einer klaren Abgrenzung zu Rechtspopulismus und Rechtsextremismus artikuliert und deren Argumentation geübt.

Samstag, 28. April 2018 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Interkulturelles Zentrum Essen

Einladung

Vortrag „Lernen Sie Geschichte!“

 

Lernen Sie Geschichte!
100 Jahre Republik Österreich und was wir nicht vergessen sollten

Der Vortrag setzt sich mit der politischen und sozialen Entwicklung Österreichs auseinander und unternimmt eine ungewöhnliche Zeitreise durch die im Jahr 2018 zelebrierten „8-er Jahre“. Gibt es wiederkehrende gesellschaftliche Dynamiken in der Geschichte, was beeinflusst diese und welche aktuellen Gefahren gibt es heute für die Demokratie, die sozialen Errungenschaften und die Menschenrechte? Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, sich an der Erinnerungsarbeit zu beteiligen, Geschichte(n) zu erzählen und Vergangenes und Zukünftiges in Beziehung zu bringen.

Katholisches Bildungswerk Wien

27.2., 2.3., u.a.

 

 

Vortrag „In der Hoffnung auf eine bessere Welt“

Seit ihrer Gründung vor 40 Jahren bemüht sich die ÖGPB um die Förderung und Professionalisierung der politischen Bildung und begleitet nicht zuletzt durch ihre Themenschwerpunkte und Vergabepraxis relevante Entwicklungsprozesse in der Erwachsenenbildung. Ihre Tätigkeit ist nicht nur als Instrument demokratiepolitisch engagierter Bildungsarbeit zu sehen, sondern auch im Kontext der aktuellen politischen Veränderungen kritisch zu betrachten. Der Vortrag der langjährigen wissenschaftlichen Leiterin Marion Wisinger basiert auf Gesprächen mit AkteurInnen und BegleiterInnen der ÖGPB und bietet eine Innensicht auf eine Institution, deren Arbeit durchaus als politische Zeitgeschichte zu verstehen ist.

Text Vortrag ÖGPB

Artikel Paulo Freire Zentrum

Video

 

Präsentation „Rassismus? Mog I ned!“

Marion Wisinger und Melanie Zach präsentierten am 13. November 2017 im Bildungshaus Schloss Puchberg die Broschüre „Da mach‘ ich nicht mit! …neue Argumente für ein gutes Zusammenleben“ und die Initative „Rassismus? Mog i ned!“.

Politische Gespräche entwickeln sich oft zu problematischen Konfrontationen, die niemand mehr argumentativ gewinnen kann. Dabei könnte mit einigen Gesprächsstrategien über wichtige Themen wie Einwanderung, Flucht und Asyl, aber auch rechtspopulistische Positionen zu „Volk“, „Kultur“ und „Islam“ durchaus konstruktiv und sinnvoll gestritten werden. Marion Wisinger, die Autorin der von der Plattform „Land der Menschen“ publizierten Broschüre stellt wesentliche Argumente und Tipps für gutes Diskutieren vor und zeigt, wie Gespräche mit Andersdenkenden auch in Zeiten von Fake-News und rechter Hetze wieder gelingen können.

Infos und Materialien

Argumentationstraining gegen islamfeindliche Parolen

Kirchlich Pädagogische Hochschule Wien – Fortbildung für IslamlehrerInnen

25.10. 2017

Islamische ReligionslehrerInnen geraten nicht selten in die Situation, ihren Beruf und ihre Religionsausübung erklären oder argumentativ verteidigen zu müssen. Dabei treffen sie auf weit verbreitete Stereotype und Vorurteile über „den Islam“. Das Training setzt daher an der Differenzierung von Positionen zu Formen der Religionsausübung und befasst sich mit aktuellen Themen wie Geschlechterdemokratie. Die TeilnehmerInnen üben, ihre Standpunkte in kontroversen Gesprächen gekonnt zu vertreten, zudem werden Strategien geübt, auf islamfeindliche Sprüche und Parolen gelassen und dialogisch zu reagieren.

Zielsetzungen:

Erarbeitung von Sachargumenten, die gehört und verstanden werden

Erwerb von Argumentationsstärke und kommunikativer Kompetenz

Hinweise und Übungen für die Praxis in der Schule

 

Vortrag: Bildungsarbeit in Zeiten wachsender Empörung

 

Studientag 2017

„Gutmenschen und WutbürgerInnen – Bildungsarbeit in Zeiten wachsender Empörung.“                                                                                                          Katholisches Bildungswerk Oberösterreich, 20.10. 2017

Was machen wir mit WutbürgerInnen in Veranstaltungen? Durchwinken, Schweigen, Diskutieren – welche Position wollen wir einnehmen? Die Hauptreferentin der Tagung, Dr.in Marion Wisinger, Historikerin, Trainerin der politischen Bildung und freie Autorin, zeigte anhand von Beispielen und konkreten Tipps, wie Bildungsarbeit angesichts unterschiedlicher Werte und politischer Meinungen für alle Beteiligten spannend sein kann.

Studientag 2017