Die neue Liga ist da!

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Diesmal beinhaltet das Liga-Magazin den Menschenrechtsbefund 2020 und präsentiert die Menschenrechtspreisträgerin 2020 Maria Rösslhumer. Dazu gibt es aktuelle Beiträge über „Neues aus der Liga und der Menschenrechtsszene“, Kommentare und Reportagen.
Texte von Maria Berger, Dietmar Dragarić, Veronika Fehlinger, Valerie Gruber, Teresa Hatzl, Barbara Helige, Florian Horn, Madeleine Müller, Michael Musalek, Heinrich Neisser, Netzwerk SprachenRechte, Helmuth A. Niederle, Annemarie Pervan, Maria Rösslhumer, Terezija Stoisits, Oliver Scheibenbogen, Nikolaus Scherak, Susanne Scholl, Marianne Schulze, Bettina Slamanig, Christopher Treiblmayr, Thomas Tretzmüller, Louis-Benjamin Vaugoin, Bettina Vollath, Angelika Watzl, Marion Wisinger und Andreas Zembaty

Mitglieder der Österreichischen Liga für Menschenrechte erhalten die Liga 2x jährlich. Oder zu bestellen: admin@liga.or.at

Beauftragte für Writers in Prison

Das Writers-in-Prison-Committee des PEN International wurde 1960 in London gegründet und setzt sich für verfolgte SchriftstellerInnen und JournalistInnen, VerlegerInnen, Redakteurinnen und BloggerInnen ein. 62 der insgesamt 140 PEN-Zentren sind zur Zeit aktiv, jährlich wird eine Caselist vorgelegt, die sämtliche bekannt gewordene Fälle auflistet, verfolgte AutorInnen werden zu Honorary Members ernannt. Das Writers in Prison Komitee des Österreichischen PEN macht auf das Schicksal und den Verbleib von Gefangenen oder Verschwundenen aufmerksam, auf dem Weg diplomatischer Kanäle oder in öffentlichen Kampagnen wird an die Honorary Members erinnert, um deren Freilassung zu erreichen. In vielen Fällen war und ist WiP erfolgreich, Inhaftierte wurden freigelassen, Haftbedingungen wurden erleichtert, Folter wurde gestoppt oder menschenrechtswidrige Urteile wurden abgemildert. 

Die Historikerin und Menschenrechtsaktivistin Marion Wisinger ist seit November 2020 Beauftragte des Writers in Prison-Komitees.

Writers in Prison

Video: Politische Bildung als Extremismusprävention

Im Panel “Politische Bildung als Extremismusprävention” tauschten sich die TeilnehmerInnen mit Adis Serifovic vom MJÖ, Marion Wisinger, Historikerin u. Trainerin der politischen Bildung und Lobna Jamal von der Bundeszentrale für politische Bildung über die unterschiedlichen Facetten der Bildungsarbeit als Präventionsarbeit aus. Der Panel fand im Rahmen Rahmen der Fachtagung „Jung – extrem – radikal?“ anlässlich des sechsjährigen Bestehens der Beratungsstelle Extremismus am 2.12. 2020 statt.

Video

Programm

Menschenrechtspreis an Maria Rösslhumer

Die Österreichische Liga für Menschenrechte freut sich, den Menschenrechtspreis 2020 an Maria Rösslhumer zu vergeben. Die Politikwissenschaftlerin und langjährige Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) wird für ihre besonderen Verdienste zum Schutz der Menschenrechte und ihr außerordentliches Engagement für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder ausgezeichnet. 

Liga für Menschenrechte

Fachtagung „Jung – extrem – radikal?“

Fachtagung anlässlich des sechsjährigen Bestehens der Beratungsstelle Extremismus. Eine Veranstaltung des bundesweiten Netzwerkes Offene Jugendarbeit in Kooperation mit dem Landesjugendreferat der Stadt Wien, gefördert durch das EU-Programm Erasmus:

PANEL 2: Politische Bildung als Extremusprävention. Stand und Theorie der politischen Bildung als Präventionsarbeit, Praxis und Haltungen in der Vermittlung.

Video Beratungsstelle Extremismus

Programm

Europapolitische Bildungsarbeit im Klassenzimmer

Online: Podiumsdiskussion und Workshop

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Gesellschaft und Wirtschaft sind derzeit noch nicht gänzlich absehbar. Um den europäischen Aufschwung anzukurbeln, hat die Europäische Union einen umfassenden Aufbauplan #NextGenerationEU entwickelt. Die Leitinitiativen der EU – ökologischer und digitaler Wandel – sollen auch bei der Belebung der europäischen Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen. Globale Probleme erfordern gemeinsame Antworten und gemeinsames Agieren, das gerade von jungen Menschen eingemahnt wird. Besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem offenen und inklusiven Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu, damit diese die Debatte um Europas Zukunft stärker mitgestalten können. Um die europapolitische Bildungsarbeit zu Klimapolitik zu fördern, beleuchtet die Jahrestagung „EUropa in der Schule“ wichtige Aspekte des #EuropeanGreenDeal mit Blick auf die nationale wie gesamteuropäische Ebene und bietet Diskussionsmöglichkeiten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Praxis und Politik. 

Montag, 16. November 2020, 10:00 bis 15:00 Uhr 

Buchprojekt: Goisern. Eine Ortsgeschichte

„Man lebt immer zwischen zwei Welten, zwischen zwei Strömungen, die miteinander ringen und nie endgültig über die jeweils andere siegen.“ Eric Vuillard

Die Marktgemeinde Bad Goisern am Hallstättersee ist ein in vielerlei Hinsicht bekannter Ort. Man denkt an Urlaub, Sport, Bergwanderungen, den Musiker Hubert von Goisern oder die weltberühmten zwiegenähten Schuhe. Goisern steht darüber hinaus für Tradition, Handwerkskunst,  Musikalität und  – eine schöne Landschaft. Aber auch ganz andere Assoziationen sind mit dem Ort im Inneren des Salzkammerguts verbunden. Goisern wird oft mit den Begriffen „Widerständigkeit“ oder „Rückzugsgebiet“ in historischen Zusammenhang gebracht, durchaus politische Kategorien des Selbstverständnisses der Bewohner bis heute. In den Erzählungen der Einheimischen, aber auch der Auswanderer und der vielen Besucher schwingt mitunter eine Sehnsucht mit, die weit mehr als die Postkartenidylle der Dachstein-Region meint. Viele der Menschen, die hier lebten und fortgingen, kehrten oftmals wieder zurück. Wie in der Liebesballade „Goisern, allweil wieder muaß i z’ruck zu dir“ beschrieben, ist Goisern Heimat und Fluchtort zugleich. Die Forschungsarbeit setzt sich mit der Geschichte eines oberösterreichischen Orts auseinander, dessen Zeitgeschichte bislang wenig erforscht wurde. Die Wahl von Goisern als exemplarische „Ortsgeschichte“ der Jahre 1900 bis 1950 hängt mit der Verbundenheit der Autorin mit dem Ort zusammen, dies ermöglicht den Zugang zu Erinnerungen, die noch nie dokumentiert wurden. Die Forschungsarbeit reflektiert alltagsgeschichtliche Erinnerungen, familiengeschichtliche Erzählweisen und gibt auf unterschiedlichen Ebenen Einblick, wie in dem Mikrokosmos einer ländlichen Gesellschaft totalitäre, autoritäre und faschistoide Politiken entstanden.

Fertigstellung: 2021

Einladung Lesung

Der International Day of the Disappeared ist ein jährlich am 30. August begangener Gedenktag, der an das Schicksal von Menschen erinnern soll, die gegen ihren Willen an einem unbekannten Aufenthaltsort gefangen sind. Das Writers-in-Prison-Komitee des Österreichischen PEN-Club lädt am 30.8. 2020 anlässlich des vor zehn Jahren von den Vereinten Nationen beschlossenen Gedenktags zu einer Lesung und Installation ein.

Einladung

Sich richtig gut unterhalten

Marion Wisinger: Sich richtig gut unterhalten. Bericht über ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen, in: Gudrun Hentges (Hg), Krise der Demokratie – Demokratie in der Krise? Gesellschaftsdiagnosen und Herausforderungen für die politische Bildung, Sir Peter Ustinov Institut, Wochenschau Verlag, Frankfurt, 2020

Im Rahmen der Wissenschaftlichen Konferenz des Sir Peter Ustinov Instituts 2018 unter der Leitung von Prof. Dr. Gudrun Hentges (Universität Köln) am 4. und 5. Juni 2018 in der SkyLounge der Universität Wien wurden Fragen im Zusammenhang mit der aktuellen Krise der Demokratie thematisiert. Der nun veröffentlichte Sammelband setzt einen Fokus auf das Herausarbeiten von Gegenstrategien und die Entwicklung von Handlungskonzepten im Umgang mit der Krise. Ausgehend von dem Begriff einer „multiplen Krise“ befassen sich die Beiträge mit (sozio)ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Dimensionen der aktuellen Krise. Prominente Autor*innen gehen der Frage nach, welchen Einfluss der Neoliberalismus auf Demokratie und Menschenrechte hat und wie sich die Entwicklung vom Neoliberalismus hin zum Illiberalismus vollzogen hat. Nicht zuletzt geht es auch um die Frage, welchen Beitrag politische Bildung zur Überwindung der Krise der Demokratie leisten kann. Diese Fragen werden von ausgewiesenen politischen Bildner*innen nicht nur auf theoretischer Ebene diskutiert, sondern anhand konkreter Praxisbeispiele illustriert.

Das Buch kann hier bestellt werden. 

Rezension

Die neue Liga ist da!

Diesmal beschäftigt sich das Liga-Magazin in seiner Sommerausgabe mit dem Schwerpunktthema Covid-19: Shutdown Menschenrechte. Dazu gibt es spannende Beiträge über „Neues aus der Liga und der Menschenrechtsszene“, Kommentare, Interviews und Reportagen.

Texte von Barbara Helige, Marion Wisinger, Terezija Stoisits, Alma Zadic, Kenan Ibili, Florian Horn, Valerie Gruber, Christoph Riedl, Marta Halpert, Sebastian Öhner, Heinrich Neisser, Erwin Riess, Florian Rathmayer, Friedrich Forsthuber, u.a.

download Liga 2020_1

Schulprojekt: „Damals sind wir zu Hause geblieben“

Erinnerung als Zeitdokument

Für die gemeinsame Bewältigung der Corona-Krise ist es wichtig, dass SchülerInnen die sogenannte „neue Normalität“ reflektieren und angeregt werden, sich darüber eine eigene Meinung bilden und diese zu artikulieren. Daher soll gegenwärtig, da unsere Grundrechte massiv eingeschränkt sind, über die Maßnahmen der Regierung, aber auch über die persönliche Lebenssituation gesprochen werden können. Das Projekt möchte SchülerInnen dazu animieren, ihre Erfahrungen und Gedanken zu kommunizieren.

https://www.politik-lernen.at/dl/LlusJMOJKomoNkJqx4KJK/Damals_sind_wir_zu_Hause_geblieben.pdf

https://www.politik-lernen.at/atpb_lexikontag

Heiße Themen – cool verpackt: Über den Umgang mit Politik im Unterricht

Haben Sie manchmal den Eindruck, dass es wichtig wäre, über ein aktuelles Thema zu diskutieren, doch Sie befürchten, politische Debatten in der Klasse nicht ausgewogen führen zu können? Wie ist es zu schaffen, dass alle zu Wort kommen und trotzdem niemand in Streit gerät? Überlegen Sie, ob eine Lehrkraft ihre persönliche Meinung einbringen darf?

Die vorliegende Handreichung, von Marion Wisinger im Auftrag von Zentrum polis erstellt, reagiert darauf und will Sie dabei unterstützen, jene Kompetenzen zu entwickeln, die es braucht, um diese „heißen“ Debatten im Unterricht aufzugreifen. Neben allgemeinen Hinweisen finden Sie vier konkrete Vorschläge, wie Sie kontroverse Themen im Klassenzimmer bearbeitbar machen können – jeweils mit kleinen Übungen und „Dos and Don’ts“.

Wisinger, Marion. Wien: Edition polis, 2020. 16 Seiten. ISBN 978-3-902659-19-4.

https://www.politik-lernen.at/dl/kkuNJMJKomlNoJqx4KJK/wisinger_-_hei_e_themen_cool_verpackt.druckdoppelseitig.pdf

Forderungspapier an die Bundesregierung

Die Österreichische Liga für Menschenrechte begrüßt es, dass sich die neue Regierung in ihrem Regierungsübereinkommen zum völkerrechtlich verankerten Recht auf internationalen Schutz, zur Genfer Flüchtlingskonvention sowie zur Europäischen Menschenrechtskonvention bekennt und in Österreich ein rasches und qualitativ hochwertiges Asylverfahren sicherstellen will. Umso bedauerlicher ist es, dass die Vorhaben im Detail wichtige Maßnahmen gänzlich außer Acht lassen. Die derzeitige Menschenrechtssituation in Österreich in Bezug auf das Asyl- und Fremdenrecht ist höchst bedenklich, Verbesserungen sind dringend notwendig.

Forderungspapier 2020

Die neue Liga ist da!

Dieses Mal beinhaltet das Magazin der Österreichischen Liga für Menschenrechte den Menschenrechtsbefund 2019. Dazu spannende Kommentare und Reportagen, News aus der Menschenrechtsszene und Infos. Mit den AutorInnen Brigitte Bierlein, Barbara Helige, Marion Wisinger, Terezija Stoisits, Heinrich Neisser, Erwin Riess, Valerie Gruber, Florian Horn, u.a.

download Liga 2019_2

Werden Sie Mitglied der Österreichischen Liga für Menschenrechte, dann erhalten Sie die Liga frei Haus zweimal jährlich! http://www.liga.or.at

Studie über Gewalt und Missbrauch in den Heimen der Caritas Oberösterreich

Gleink, 2017

Die soeben erschienene Studie setzt sich mit den Gründen und Bedingungen von Gewalt in den Einrichtungen der Caritas von 1945 bis in die Gegenwart auseinander. Die unmittelbar aus der Zeit des Nationalsozialismus bis weit in die Zeit danach vorherrschenden abwertenden Haltungen in Bezug auf Randgruppen und die im Graubereich agierenden kirchlichen Einrichtungen im Zusammenspiel mit Politik und Verwaltung sind Inhalt dieser vertiefenden Betrachtung bis in die Gegenwart. Die hier intendierte Forschungsarbeit soll die durch den sogenannten Heimskandal bekannt gewordene Parallelgesellschaft der Kinder- und Behindertenheime in Österreich aufarbeiten, Verantwortlichkeiten aufzeigen und die Konstanten von Gewaltausübung gegen bestimmte stigmatisierte Personengruppen unter bestimmten Voraussetzungen benennen.

Die Geschichte der Heime Steyr-Gleink und Windischgarsten hat die Historikerin Marion Wisinger bearbeitet, Angela Wegscheider vom Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Johannes Kepler-Universität Linz forschte zur Geschichte der Einrichtungen St. Pius und St. Isidor. Geleitet wurde die Studie von a. Univ. Prof. Dr. Michael John vom Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Johannes Kepler-Universität Linz.

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