Talk: Zuhören statt zumachen

Martin Kranzl-Greinecker im Gespräch mit Tamara Ehs, Marion Wisinger und Herbert Mühringer
Verschwörungsmythen sind mittlerweile weit verbreitet und führen zur Polarisierung in der Gesellschaft. Für viele wird es immer schwieriger, unterschiedliche Meinungen nebeneinander stehen zu lassen und es kommt zu Konflikten oder Beziehungs-Abbrüchen, die durch Familien und Freundeskreise gehen. Bei dieser Veranstaltung werden unterschiedliche Aspekte thematisiert, die für ein gutes Miteinander notwendig sind und dazu beitragen, dass es wieder gelingt ins Gespräch zu kommen.

Termin: Do., 9.6.2022, 19 Uhr
Ort: VHS Linz (Wissensturm), Kärntnerstraße 26, 4020 Linz
Eintritt frei – keine Anmeldung erforderlich

Einladung

Science Talk: Krieg und Krisen. Was kann Politische Bildung leisten?

Do, 9. Mai 2022, 19:00 Uhr
Aula der Wissenschaften, Wollzeile 27a, 1010 Wien und im Livestream
Freier Eintritt. 

Nach Politischer Bildung wird häufig verstärkt gerufen, wenn Krisen oder gar Krieg das politische oder wirtschaftliche System erschüttern. Mehr Politische Bildung in der Schule soll helfen zu verstehen, einzuordnen und allenfalls aktiv zu werden. Denn Politische Bildung vermittelt gesichertes Politikwissen, demokratische Gestaltungsmöglichkeiten, kritischen Umgang mit Informationen und das friedliche Austragen von Kontroversen. Aber kann sie das von auf heute auf morgen? Und kann sie das allein?

Mit dem Krieg in der Ukraine haben viele Politikthemen tagespolitische Aktualität erhalten und sie sind Inhalt der Politischen Bildung: von Menschenrechten oder der Humanitären Hilfe bis hin zur österreichischen Neutralität und zur Landesverteidigung. Alle Politikbereiche – von der Arbeitsmarktpolitik bis zum Zivilschutz – sind betroffen. Und sie haben eine europäische Dimension, die beim Science Talk am EUropatag angesprochen werden kann. Aber etwa auch die Frage, was unser Umgang mit der Klimakrise mit Krieg und anderen Krisen zu tun hat. Ein Science Talk des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Am Podium:

Moderation:

Einladung: Literatur unter den Bögen

An der U6-Station Thaliastraße Halt machen. Ein paar Meter gehen. In der wienstation danach Musik und Barbetrieb. Sich kennenlernen und den Abend miteinander verbringen…

21. 4. 2022         Im Moment. Texte über Land

Andreas Rainer: Der Wiener Alltagspoet fährt U6 (story.one, 2022) „Er ist der Vermesser der Wiener Seele“ (Falter), der Kleinode aus der Großstadt auf https://www.wieneralltagspoeten.at sammelt. Nun zeichnete er das Bild der Stadt im Takt der U6. Das muss man hören.

Tatjana Gregoritsch: Fest am Land (edition pen, Löcker Verlag, 2021) Facettenreiche, entlarvende Erzählungen und Kurzgeschichten, die einen schonungslosen gesellschaftlichen (Quer)schnitt dort anbringen, wo es weh tut und wo auch gelacht werden darf.

Lyrik von Tsippy Levin Byron: In der Tiefe gelesen (edition pen, Löcker Verlag, 2020) Die Poesie ist ein Rettungsboot, in dem Menschen und Kulturen fliehen und die Stürme überleben können, die Schiffe versenken. Tsippy Levin Byron ist Rabbinerin und preisgekrönte Lyrikerin. 

Marion Wisinger (Writers-in-Prison): Die Flügel weit geöffnet Über den seit 38 Jahren in der Türkei inhaftierten kurdischen Lyriker Ilhan Çomak.

Moderation: Walter Kootz und Marion Wisinger

Musik: Oswin Schneider, Thatiana Gomes und Alee Thelfa 

Beginn: 19:00 Uhr in der wienstation, Lerchenfeldergürtelbögen 28                 

Eine Veranstaltungsreihe des Österreichischen PEN Clubs, des PEN Niederösterreich, des PEN Oberösterreich, des PEN Burgenland, Junger PEN und Writers-in-Prison-Komitee

Veranstaltung Literatur unter den Bögen 7.4.2022:

07. 4. 2022         Tiefgang. Texte auf Verlangen

Autoren des PEN Niederösterreich stellen ihre Texte vor: Franz Forster: Saga der Unbekannten (Königshausen & Neumann, Würzburg 2021) und Ewald Baringer: Der Zaunprinz (Limbus Verlag, Innsbruck 2021)

Rainer Bischof im Gespräch mit Marion Wisinger über die russische Seele (aus: Nahrung der Seele, edition pen Löcker, Wien 2022)

Writers in Prison: Jetzt bin ich Flüchtling. Ein Text von Kseniya Chartschenko

Moderation: Cornelia Schäfer und Marion Wisinger, Musik: Ossy Pardeller

Broschüre: Wahlen / Wählen

Die neue Ausgabe von polis aktuell bietet einen Überblick über die nationalen Wahlen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene sowie über die Europawahl und ein Spezial zu 15 Jahre „Wählen ab 16“. Weitere Themen sind die Unterschiede zwischen Mehrheits- und Verhältniswahlrecht am Beispiel der Präsidentschaftswahl in den USA, E-Democracy, Ausschlüsse am Beispiel der Pass-Egal-Wahl, Wahlbeobachtung sowie Wahlkampf und Wahlprognosen. Weitere Themen sind die Unterschiede zwischen Mehrheits- und Verhältniswahlrecht am Beispiel der Präsidentschaftswahl in den USA, E-Democracy, Ausschlüsse am Beispiel der Pass-Egal-Wahl, Wahlkampf und Wahlprognosen. Außerdem wird in einem Beitrag der Initiative Wahlbeobachtung.org die Bedeutung von Wahlbeobachtung dargestellt. Wie immer enthält das Heft auch Ideen für den Unterricht sowie Link- und Literaturtipps. Autor:innen: Marion Wisinger, Ingrid Ausserer, Dorothea Steurer (Gastbeiträge von Michael Lidauer, Paul Grohma, Armin Rabitsch, akzente Salzburg, beteiligung.st, Bundesjugend-Vertretung, jugendornbirn)

polis aktuell 2/22

Lesung Internationaler Frauentag 2022

Wie jedes Jahr erhebt der Österreichische PEN-Club, das Frauenkomitee und das Writers-in Prison-Komitee die Stimme, um gegen die weltweiten Menschenrechtsverletzungen an Frauen aufzutreten.Es reicht. Wirklich. Es ist genug. Ein Text von Ulli Moschen.

Es lesen: Eleonora Bögl (Junger PEN), Ulli Moschen (Österreichischer PEN-Club), Cornelia Schäfer (Präsidentin Niederösterreichischer PEN-Club) und Marion Wisinger (Österreichischer PEN-Club)

Video

We stand by you

Ein Brief für das Volk der Ukraine, für unsere FreundInnen und KollegInnen.

„We stand by you.PEN International, the literary and free expression organisation, has released a letter signed by over 1000 writers worldwide, expressing solidarity with writers, journalists, artists, and the people of Ukraine, condemning the Russian invasion and calling for an immediate end to the bloodshed.“

Brief PEN International

Training: Bis hierher und nicht weiter

Training für muslimische Mädchen und Frauen

Worum geht es? Muslimas werden im öffentlichen Raum zunehmend verbal und tätlich angegriffen, laut „Dokumentationsstelle Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus“ sind 98 % der von Übergriffen betroffenen Personen Frauen. Durch ihre stärkere Sichtbarkeit aufgrund ihrer Bekleidung geraten sie in Situationen, in denen ihre persönliche Sicherheit gefährdet ist. Oftmals kommt ihnen niemand zu Hilfe und sie müssen sich selbst verteidigen und vor Gewalt schützen. Frauen werden angestarrt, es kommt zu Beschimpfungen, Drohungen und auch zu schweren Angriffen wie Kopftuch vom Kopf reißen, stoßen, schlagen oder anspucken. Viele Frauen empfinden diese permanente Gefahr als schwere psychische Belastung oder möchten auch ihre Töchter davor bewahren.

Das Training setzt dort an, wo es noch nicht zum Übergriff gekommen ist, also in den Minuten vor einer möglicherweise eskalierenden Situation. Geübt werden sicheres Auftreten im öffentlichen und privaten Raum, das Vermeiden defensiver Haltungen und grundlegende Abwehrtechniken. Basierend auf der Schule des Chi-Too-Ryu-Karate erlernen die Teilnehmerinnen auf mentaler und körperlicher Ebene sich selbst zu verteidigen und eine Haltung der Stärke einzunehmen. Zudem werden auch kommunikative Strategien und Vorgehensweisen erarbeitet, die provokanten und aggressiven Parolen Widerstand leisten. Das Erlernen von Kampfkünsten reduziert Stress, gibt Selbstsicherheit, bringt die Muskeln in Form und macht durch Selbsterfahrung Mut.

Zielgruppe: Mädchen und Frauen (jeden Alters), auch „nicht trainierte“ Personen sind willkommen
jeden Mittwoch ab März 19.30 – 20.45 (Ort wird bei Anmeldung bekannt gegeben)

Leitung: Marion Wisinger, seit 1995 Mitglied des Kampfkunstzentrums Erdberg, 1. Dan, Mitglied des Nationalkaders des National Martial Arts Committee Austria

Anmeldung: 0681 81390356

Kosten: freie Spende

zu bestellen: Die neue Liga

Die neueste Ausgabe des Liga-Magazins hat das Thema: „Menschenrechte – Menschenpflichten“ und beinhaltet den aktuellen Menschenrechtsbefund 2021 der Liga über die Lage der Grund- und Menschenrechte in Österreich. Mit Texten von Helmut Sax, Heide Schmidt, Martin Marlovits, Judith Fitz, Kenan Ibili, Sebastian Öhner, Florian Horn, Reinhard Kreissl, Valerie Gruber, Barbara Helige, Hannah Pichler, Hannah Lessing, Madeleine Müller, Markus Stemeseder, Knut Albrecht, Dietmar Dragaric, Andrea Helige, Helene Jarmer, Louis-Benjamin Vaugoin, Bettina Vollath, Angelika Watzl und Marion Wisinger. Chefredaktion: Andrea Helige und Marion Wisinger.

Jetzt Mitglied werden und die aktuelle Ausgabe immer nach Hause zugestellt bekommen!

office@liga.or.at

neu: poesie.kontor i

Der PEN hat eine neue Reihe geschaffen, die unter dem Titel lenguas de tierra erscheint. An den Landzungen legt man an, verbirgt sich vor der Welt oder verlässt das Gestade, um Neues zu sehen. Sie sind oft schwer zugänglich durch Gestrüpp, bevölkert von Sonnenanbetern, den Gezeiten ausgesetzt und laufen stets Gefahr dem steigenden Meeresspiegel anheimzufallen. Das poesie.kontor ist Vielstimmigkeit der Welt in Taschenformat, Kanon von in Freiheit lebenden Autor:innen und jenen, die unter Einsatz ihres Lebens für die Freiheit schreiben.

Helmuth A. Niederle, Marion Wisinger (Hg.), poesie.kontor i, Korrektur Verlag, 2021

Studie: Schattenseiten der Fürsorgeerziehung

Die von der Volkshilfe betriebenen Kinderheime Altenberg, Willendorf, Ybbs und Pitten sind im Zuge der Aufarbeitung der Geschichte der Kinderheime immer wieder in Zusammenhang mit Gewalt und Missbrauch genannt worden. Die Volkshilfe hat daher ein Forschungsteam beauftragt, eine sozialhistorische Untersuchung dieser Heime durchzuführen. Zentrale Aufgabe des Forschungsteams war die Erstellung einer Studie, die sich nicht nur der Aufklärung und Aufarbeitung der Thematik Gewalt und Missbrauch widmet – sondern auch deren Ursachen und Verantwortlichkeiten beforscht. In die Arbeit eingeflossen sind der Stand der Forschung, Grunddaten zur Volkshilfe und zur Fürsorgestruktur in Wien sowie zahlreiche Narrativerzählungen der ehemaligen Heimkinder und anderer Zeitzeugen. Die Lebensumstände der Betroffenen wurden aus einer Eigenperspektive heraus erkennbar gemacht. Auch der Frage des langen Zeitraums des Verschweigens der Vorgänge wurde nachgegangen.

Siegfried Göllner, Michael John, Marion Wisinger, Schattenseiten der Fürsorgeerziehung. Die Heime der Volkshilfe Wien. Altenberg, Pitten, Willendorf und Ybbs, echomedia 2021.

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über die Studie

Berichte über die Präsentation der Studie:

https://newsletter.falter.at/nj0Y3BNhY7ywhPhttps://

www.derstandard.at/…/leben-im-kinderheim

https://noe.orf.at/stories/3132743/

Menschenrechtsbefund 2021

Anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte präsentierte die Österreichische Liga für Menschenrechte ihren jährlichen Befund zur aktuellen Lage der Grund- und Menschenrechte in Österreich. In den einzelnen Beiträgen setzen sich Expert:innen mit problematischen Entwicklungen im Menschenrechtsschutz, aber auch mit aktuellen Themen der heimischen Innenpolitik auseinander und formulieren Forderungen an die österreichische Bundesregierung.  „Ein Mangel an Solidarität führt zu Fehlinterpretationen des Grundgedankens der Menschenrechte, die vermehrt egozentrisch interpretiert werden. Der Umstand, dass auch Mitmenschen ebensolche Träger von Menschenrechten sind, die manchmal den eigenen Intentionen zuwiderlaufen, wird teils ignoriert, teilweise auch wütend bekämpft. Wenn im Rahmen von Demonstrationen zu Gewalt aufgerufen wird oder Ärzt:innen bedroht werden, dann fehlt derartigen Aktionen jegliche Legitimität.“

Mit Texten von Judith Fitz, Barbara Helige, Florian Horn, Kenan Ibili, Reinhard Kreissl, Martin Marlovits, Sebastian Öhner, Helmut Sax und Heide Schmid. Chefredaktion: Marion Wisinger

Befund 2021

Einladung: Buchpräsentation

Melibea Obono: Wem gehören die Bindendee. Ein afrikanisches Idyll. Deutsche Übersetzung von Susanne Doppelbauer. edition pen, Löcker Verlag 2021

Begrüßung: Marion Wisinger, Österreichischer PEN Club, Lesung: Barbara Braun, Musik: Jordi Roviró und Tjan Šoštarič

Gespräch: Wie ein Regenbogen. Über Freiheit und Menschenrechte

Mit Melibea Obono, Ramón Esono (Menschenrechtsaktivist und Künstler und Berni Ledinski (Queer-Activist, Sprecher Queeramnesty Österreich, Dragqueen „Candy Licious“) Moderation: Max Doppelbauer, Romanist, Universität Kiel

Über die Autorin: Trifonia Melibea Obono, 1982 in Äquatorialguinea geboren, Journalistin, Politikwissenschaftlerin und Forscherin zu Frauen- und Geschlechterfragen in Afrika. Lehrbeauftragte an der Fakultät für Literatur- und Sozialwissenschaften der Nationalen Universität von Äquatorialguinea in Malabo. Obono ist die bekannteste afrohispanische Schriftstellerin und LGTBQ-Aktivistin.“Wem gehören die Bindendee“, nach deren Besitzer Melibea Obono hier im Titel rhetorisch fragt, bedeutet Frauen UND Prostituierte in ihrer Muttersprache Fang. Es ist der erste Roman der äquatorialguineischen Schriftstellerin Melibea Obono, der in deutscher Übersetzung präsentiert wird.

19.11.2021, 19 Uhr

Hauptbücherei, Urban-Loritz-Platz 2A, 1070 Wien

Einladung: Writers in Prison Day 2021

Die Geschichte dieses Frühlings wurde mit Blut geschrieben. (Moe Nwe 2001–2021)

Im Gespräch: Brian Haman, Thett Su San und Ko Ko Thett mit Helmuth A. Niederle

Buchpräsentation: Die Armee schießt nicht in die Luft. Gedichte nach dem Militärputsch in Myanmar, (Hg. Ko Ko Thett und Brian Haman), edition pen, Löcker Verlag, 2021  

Es lesen Helmuth A. Niederle, Henriette Schroeder, Marion Wisinger und Günther Zäuner. 

Zu Gast: Aziz Isa Elkun, Director of Uyghur PEN, im Gespräch mit Henriette Schroeder

Moderation: Marion Wisinger, Writers in Prison Komitee

15. 11. 2021, 19 Uhr in der Alten Schmiede, Schönlaterngasse 8, 1010 Wien

Einladung

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Vortrag: Politische Erwachsenenbildung und das Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Von 4. bis 25.11.2021 veranstaltet der Lehr- und Forschungsbereich „Soziale und außerschulische politische Bildung“ des Instituts für Erziehungswissenschaft eine vierteilige Vortragsreihe mit dem Titel „Vom Wissen zur Mündigkeit – politische Bildung“. Im Rahmen der Reihe werden unterschiedliche Herangehensweisen politischer Bildung diskutiert. Im Mittelpunkt befindet sich die politische Bildung außerhalb der Schule, wobei gleichermaßen, für alle Felder politischer Bildung relevante didaktische Ansätze sowie informelle Lern- und Bildungsprozesse durch freiwilliges Engagement diskutiert werden. 
Vortrag Marion Wisinger: 18.11. 2021, 19 Uhr
HS 6, Geiwi/Campus Innrain, Innrain 52e, Universität Innsbruck

Programm

Die Liga ist online

Die letzte Ausgabe des Liga-Magazins hat als Schwerpunktthema: „Wo bleibt das Recht auf eine intakte Umwelt?“ 

Texte von Alexander Van der Bellen, Ulrike Lunacek, Valerie Gruber, Barbara Helige, Florian Horn, Madeleine Müller, Hans Peter Graß, Verena Gschweitl, Lena Jäger, Maria Rösslhumer, Marie-Lou Deron, Terezija Stoisits, Klara Butz, Katharina Rogenhofer, Remo Klinger, Sarah Vasak, Christopher Treiblmayr, Birgit Johler, Louis-Benjamin Vaugoin, Bettina Vollath, Angelika Watzl und Marion Wisinger.

Liga 2021_1